Santander Reiseführer

Pinchos in Santander: Bars, Viertel und wie es funktioniert

Pinchos — die kantabrische Variante der Pintxos — sind der unkomplizierteste Abend in Santander. Kein Tisch reservieren, kein Menü, kein langer Service: Man zieht von Bar zu Bar, wählt am Tresen und zahlt pro Häppchen. Dieser Reiseführer erklärt, in welchem Viertel man beginnt, welche Bars sich lohnen und wie man den Abend plant.

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Calle Hernan Cortes en Santander, zona de bares y pinchos
Pincho- und Barviertel rund um die Calle Hernan Cortes.Wikimedia Commons (CC BY-SA)

Aktualisiert im Mai 2026 · Erstellt vom Team des Hostal La Mexicana

Pinchos in Santander sind kein Trend für Touristen — sie sind Teil des Alltags der Stadt. Die Bars rund um C/ Hernán Cortés, Puertochico und die Kathedrale füllen sich ab 20 Uhr mit Einheimischen, die nach der Arbeit eine oder zwei Stunden im Viertel verbringen. Das Tempo ist entspannt, die Preise sind fair (1,50–3 € pro Pincho) und niemand erwartet, dass man nach einer Bestellung bleibt. Das macht den Pinchos-Abend zu einer der angenehmsten Weisen, Santander kennenzulernen.

Empfohlene Bars

BarViertelBesonderheitEntfernung vom Hostal
La Taberna del HerreroC/ Hernán CortésKlassische Pintxos, immer voll5 Min.
Taberna SantoñaC/ Hernán CortésAnchovis und Meeresfrüchte5 Min.
Casa LitaPuertochicoBreite Auswahl, Hafenambiente18 Min.
Fuente DéStadtzentrumGute Weinauswahl, weniger überlaufen10 Min.
CasemiraC/ Daoíz y VelardeEinheimisches Viertel, authentisch8 Min.
QuebecPuertochico-UmgebungKreative Pintxos, Abendambiente15 Min.

Wie Pinchos in Santander funktionieren

In den meisten Bars in Santander liegen die Pinchos auf dem Tresen — Brot mit verschiedenen Auflagen, kalte Häppchen, kleine Spiesse oder Miniaturversionen kantabrischer Spezialitäten. Man zeigt, was man möchte (oder fragt kurz nach), der Barkeeper legt es ab, und am Ende des Besuchs zählt er die Häppchen und berechnet. Kein schriftliches Menü notwendig; Spanisch hilft, ist aber nicht zwingend.

In besseren Bars gibt es auch calientes — warme Pintxos, die auf Bestellung zubereitet werden: gegrillte Champignons, Croquetas, gefüllte Paprika oder gebratene Garnelen. Diese kosten meist etwas mehr (2,50–4 €) und werden frisch serviert. Bei gut besuchten Bars ist es üblich, einen Barhocker oder Stehplatz direkt an der Theke einzunehmen; Sitze an Tischen sind für längere Aufenthalte reserviert und brauchen manchmal eine Bestellung am Tisch.

Die besten Viertel für Pinchos

C/ Hernán Cortés und Umgebung (5 Min. vom Hostal): Das konzentrierteste Pinchos-Viertel im Stadtzentrum. La Taberna del Herrero und Taberna Santoña liegen direkt nebeneinander; mehrere weitere Bars in den Seitenstraßen. Ideal als erster Stop, bevor man sich weiter Richtung Paseo de Pereda oder Puertochico bewegt.

Puertochico (18 Min. vom Hostal): Das Hafenviertel hat eine etwas andere Atmosphäre — etwas entspannter, mit Terrassen zum Wasser hin. Casa Lita ist hier die bekannteste Adresse. Abends bei gutem Wetter sind die Außenterrassen sehr angenehm; bei Regen empfiehlt sich das Viertel rund um C/ Hernán Cortés.

Kathedralenviertel und C/ Daoíz y Velarde (6–10 Min. vom Hostal): Weniger bekannt bei Touristen, aber bei Einheimischen beliebt. Casemira ist eine verlässliche Adresse. Ruhiger als C/ Hernán Cortés an Wochenendabenden.

Preise und praktische Hinweise

Typische Preise in Santander:

  • Kalter Pincho: 1,50–2,50 €
  • Warmer Pincho (a la plancha): 2,50–4 €
  • Kleines Bier (caña): 1,80–2,50 €
  • Weißwein (copa): 2–3,50 €
  • Kaffee: 1,20–1,80 €

Ein typischer Pinchos-Abend (2–3 Bars, 2–3 Häppchen pro Bar plus Getränke) kostet pro Person 15–25 €. Deutlich weniger als ein Restaurantbesuch und in der Regel geselliger. Kreditkarten werden in den meisten Bars akzeptiert; Kleingeldsymbol neben dem Tresen zeigt, ob Barzahlung bevorzugt wird.

Tipps für Wochenenden und Hochsaison

An Freitag- und Samstagabenden in Juli und August sind die beliebtesten Bars ab 21 Uhr voll. Strategie: früher beginnen (ab 19:30–20 Uhr) oder einen weniger bekannten Block wählen (Kathedralenviertel statt C/ Hernán Cortés). Wer die Option hat, an einem Wochentag Pinchos zu essen, wird einen deutlich angenehmereren Abend haben.

Wenn eine Bar voll ist: kein Problem, Viertel wechseln statt warten. Santander hat genug Bars in Laufweite, um den Abend flexibel zu gestalten. Das ist tatsächlich Teil der Kultur — die Einheimischen nennen es txikiteo (baskiriert) oder ir de pinchos: von Bar zu Bar ziehen, ohne sich festzulegen.

Häufige Fragen

Was sind Pinchos und wie isst man sie in Santander?

Pinchos sind kleine Häppchen (auf Brot oder als Miniaturspeisung), die auf dem Tresen der Bars liegen oder auf Bestellung frisch zubereitet werden. Pro Stück ca. 1,50–3 €. Man zeigt, was man möchte, nimmt ein Getränk dazu und bezahlt am Ende des Besuchs. Typischer Abend ab 20 Uhr, in mehreren Bars nacheinander.

In welchem Viertel isst man die besten Pinchos in Santander?

Das konzentrierteste Viertel ist rund um C/ Hernán Cortés (5 Min. vom Hostal): La Taberna del Herrero, Taberna Santoña und mehrere weitere Bars. Puertochico (18 Min.) hat Hafenambiente und ist etwas ruhiger. Das Kathedralenviertel (C/ Daoíz y Velarde) ist bei Einheimischen beliebt und weniger überlaufen an Wochenenden.

Wann beginnt das Pinchos-Abendessen in Santander?

Ab 20 Uhr, mit Höhepunkt zwischen 20:30 und 22 Uhr. Mittags sind viele Bars bereits ab 12:30 Uhr für Pintxos geöffnet. Am Wochenende in der Hochsaison früher beginnen (ab 19:30 Uhr), um Warteschlangen zu vermeiden.

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